European Generic Markets: Regulatory Approaches Across the EU

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Im Jahr 2025 ist der Markt für Generika in der Europäischen Union auf einem Wendepunkt. Obwohl Generika 65% aller verschriebenen Medikamente in der EU ausmachen, machen sie nur 18% des Gesamtumsatzes aus. Warum? Weil das System, das ihre Zulassung regelt, komplex, langsam und oft widersprüchlich ist. Jedes Land hat seine eigenen Regeln, obwohl es eigentlich um Harmonisierung geht. Und seit Juni 2025 hat sich alles geändert - mit dem neuen EU-Pharmapaket. Es ist keine kleine Anpassung. Es ist eine Neugestaltung der ganzen Spielregeln.

Wie funktioniert die Zulassung von Generika in der EU?

Es gibt nicht nur einen Weg, ein Generikum in der EU zu bekommen. Es gibt vier. Und die Wahl des richtigen Weges entscheidet darüber, ob ein Produkt in sechs Monaten oder in zwei Jahren auf dem Markt ist - und wie viel es kostet.

  • Zentralisiertes Verfahren (CP): Ein Antrag bei der EMA, Genehmigung für alle 27 EU-Länder plus Island, Liechtenstein und Norwegen. Ideal für große, profitabelere Generika - aber teuer: bis zu 2,2 Millionen Euro Gesamtkosten. Nur etwa 15 % der Anträge nutzen diesen Weg. Sandoz hat damit sein Generikum von Cosentyx 11 Monate schneller auf den Markt gebracht als mit anderen Verfahren.
  • Gegenseitige Anerkennung (MRP): Ein Land genehmigt zuerst - andere folgen. Nutzen 42 % der Hersteller. Kostet etwa 200.000 Euro. Aber: Wenn Deutschland Verzögerungen hat, bleiben Niederlande und Belgien blockiert. Teva musste 8,2 Monate warten, obwohl das Medikament technisch zugelassen war.
  • Dezentralisiertes Verfahren (DCP): Alle Länder gleichzeitig anmelden. 38 % der Anträge laufen so. Aber: 37 % der Fälle verzögern sich um mehr als sechs Monate. Besonders in Osteuropa gibt es unterschiedliche Interpretationen von Qualitätsstandards. Das macht Planung unmöglich.
  • Nationales Verfahren: Nur ein Land. Nur 5 % der Anträge. Braucht 180 bis 240 Tage. Sinnvoll, wenn man nur in Frankreich oder Italien verkaufen will - aber das nutzt die EU-Harmonisierung nicht aus.

Unabhängig vom Weg: Jedes Generikum muss exakt denselben Wirkstoff enthalten wie das Original, dieselbe Form haben und bioäquivalent sein. Das bedeutet: Die Aufnahme im Körper muss zwischen 80 % und 125 % des Originals liegen. Das ist der Standard der EMA - aber nicht alle Länder folgen ihm gleich streng.

Warum verzögern sich Generika so oft?

Es ist nicht nur die Bürokratie. Es ist die Uneinigkeit.

Deutschland verlangt zusätzliche Studien für Generika mit polymorphen Wirkstoffen. Frankreich will spezielle Dokumentation für Kinderformulierungen. Italien prüft Impuritäten anders als die EMA. Und wenn ein Land Einwände erhebt, startet die Prüfzeit in den anderen Ländern von vorne. Das ist kein Fehler - das ist System.

Ein Hersteller aus der Schweiz berichtete 2024, dass er für ein einfaches Generikum 197 Tage auf eine Zulassung in Frankreich gewartet hat - aber mit dem MRP-Verfahren hätte er das gleiche Medikament in fünf weiteren Ländern innerhalb von 142 Tagen zugelassen. Warum also das nationale Verfahren nutzen? Nur, wenn ein Land besonders hohe Preise zahlt - und der Gewinn es rechtfertigt.

Die größte Verzögerung entsteht aber nicht durch die EMA, sondern durch die nationalen Gesundheitsbehörden. Sie entscheiden nicht nur über Zulassung, sondern auch über Preis und Erstattung. Und die verhandeln oft monatelang. Ein Generikum kann also technisch zugelassen sein - aber auf dem Markt nicht erscheinen, weil die Krankenkasse noch nicht entschieden hat, ob sie es bezahlt.

Die großen Änderungen ab 2025: Was hat sich geändert?

Das EU-Pharmapaket, das am 4. Juni 2025 verabschiedet wurde, ist die größte Reform seit 20 Jahren. Und sie zielt direkt auf die größten Probleme: Verzögerungen, Fragmentierung und fehlende Transparenz.

1. Erweiterte Bolar-Regelung: Früher durften Generika-Hersteller erst zwei Monate vor Ablauf des Patents mit Preisverhandlungen beginnen. Jetzt: sechs Monate. Das klingt nach wenig - aber es bedeutet, dass Hersteller jetzt parallel mit den Gesundheitsbehörden verhandeln können, während die Zulassung noch läuft. Das spart durchschnittlich 4,3 Monate. REMAP Consulting prognostiziert: Dadurch sinken die Launch-Preise um 12-18 %, weil der Wettbewerb früher einsetzt.

2. Kürzere Datenexklusivität: Früher hatten Originalhersteller zehn Jahre Schutz für ihre klinischen Daten. Jetzt: acht Jahre plus ein Jahr Markenschutz - insgesamt neun. Für bestimmte Medikamente mit öffentlichem Gesundheitsnutzen kann es auf zehn Jahre verlängert werden. Das ist ein Kompromiss: mehr Wettbewerb, aber noch genug Anreiz für Innovation.

3. Verpflichtung zur Lieferung: Hersteller müssen ab 2025 „ausreichend“ Mengen liefern - oder riskieren Strafen. Aber: Wer definiert „ausreichend“? Jedes Land macht das selbst. Professor Panos Kanavos von der LSE warnt: „Das könnte künstliche Engpässe in kleinen Märkten schaffen.“

4. Elektronische Produktinformation (ePI): Ab 2026 müssen alle Zulassungsunterlagen im XML-Format eingereicht werden. Das kostet Unternehmen bis zu 250.000 Euro an IT-Investitionen. Aber es macht die Prüfung schneller und transparenter.

Scientists inputting ePI data in a futuristic lab as digital light sweeps across Europe.

Wer gewinnt, wer verliert?

Die Reformen begünstigen große Player - und belasten kleine.

Indische Unternehmen haben 2024 38 % aller Generika-Zulassungen in der EU erhalten - aufgestiegen von 29 % 2020. Sie sind billig, schnell und beherrschen die Prozesse. Deutsche und französische Firmen wie Sandoz und Viatris halten mit 52 % Marktanteil die Spitze - aber nur, weil sie das zentralisierte Verfahren nutzen. Sie haben die Ressourcen, die 2,2 Millionen Euro zu investieren.

Die neuen Transferable Exclusivity Vouchers - Bonuspunkte für Hersteller, die bestimmte Medikamente entwickeln - haben eine Schwelle von 490 Millionen Euro Umsatz. Mittelständische Firmen kommen nie an diese Marke. Sie werden aus dem Spiel gedrängt.

Und dann ist da noch die Critical Medicines Act von März 2025: 200 essenzielle Generika müssen in Lagerbeständen gehalten werden. Das erhöht die Sicherheit - aber auch die Kosten. Wer kann sich das leisten? Nur große Konzerne.

Was bedeutet das für Patienten?

Im Grunde: mehr Auswahl - aber nicht schneller.

Die Reformen sollen die durchschnittliche Verzögerung zwischen US- und EU-Markteinführung von 22,4 auf 15 Monate senken. Das ist ein Fortschritt. Aber es ist immer noch doppelt so lange wie zwischen den USA und Kanada.

Die gute Nachricht: Bis 2028 soll der Anteil der Generika an allen Verschreibungen von 65 % auf 69,2 % steigen. Das bedeutet mehr Preiskonkurrenz - und niedrigere Kosten für Krankenkassen. Die schlechte Nachricht: In Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen - wie in Teilen Osteuropas - bleibt die Verfügbarkeit unzuverlässig. Ein Generikum, das in Deutschland zugelassen ist, wird in Bulgarien vielleicht nie erscheinen.

Und was ist mit komplexen Generika? Inhalatoren, Transdermale Pflaster, Biologika? Hier fehlen noch klare Standards. Deutschland verlangt zusätzliche pharmakodynamische Studien. Andere Länder nicht. Das führt zu ungleicher Verfügbarkeit - und zu Ungerechtigkeit.

Divided Europe: one side thriving with medicine delivery, the other dark and empty, hero standing between.

Was müssen Hersteller jetzt tun?

Die Zeiten, in denen man einfach ein Formular ausfüllte und wartete, sind vorbei.

  • Planen Sie 15-18 Monate Vorlauf für das zentralisierte Verfahren - inklusive Bioäquivalenzstudien nach den neuen 2025-Richtlinien.
  • Wählen Sie das Verfahren strategisch: CP für große Produkte, MRP für mittlere, DCP nur, wenn Sie alle Länder gleichzeitig brauchen - und riskieren können, dass es drei Jahre dauert.
  • Investieren Sie in ePI-Systeme. Ab 2026 ist das Pflicht. Keine Ausnahme.
  • Verstehen Sie die nationalen Besonderheiten: Was verlangt Frankreich? Was verlangt Deutschland? Was verlangt Italien? Ein einheitlicher Antrag reicht nicht mehr.
  • Starten Sie Preisverhandlungen sechs Monate vor Ablauf des Patents - nicht erst danach.

Die EMA bietet einen kostenlosen FAQ-Bereich an. Aber: 58 % der Hersteller sagen, die nationalen Behörden antworten anders als die EMA - besonders bei Impuritäten. Das ist kein Zufall. Das ist System.

Was kommt als Nächstes?

Am 1. Juli 2026 tritt die neue Datenexklusivitätsregelung endgültig in Kraft. Dann wird es für 78 hochwertige Biologika schneller zu Generika kommen - aber nur, wenn die Hersteller bereit sind, die hohen Hürden zu meistern.

Die US-EU-Handelsvereinbarung ab September 2025 könnte die Kosten für Rohstoffe verändern - aber niemand weiß genau wie. Und die EU plant bereits die nächste Runde: eine gemeinsame HTA (Health Technology Assessment) für alle Mitgliedstaaten. Das wäre der nächste große Schritt zur Harmonisierung - aber auch ein Risiko: Wenn alle Länder gemeinsam über Preis und Nutzen entscheiden, könnte es noch schwerer werden, für kleine Märkte zu konkurrieren.

Die Zukunft der Generika in der EU ist nicht mehr nur eine Frage der Chemie. Sie ist eine Frage von Strategie, Kapital, Politik und nationalem Interesse. Wer das versteht, gewinnt. Wer nicht, bleibt hinterher.

Wie lange dauert die Zulassung eines Generikums in der EU?

Die Dauer hängt vom Verfahren ab: Das zentralisierte Verfahren dauert durchschnittlich 210 Tage, aber mit Kommissionsermächtigung insgesamt etwa 277 Tage. Das MRP-Verfahren dauert im Schnitt 132 Tage, aber oft länger wegen nationaler Verzögerungen. Das DCP-Verfahren läuft durchschnittlich 247 Tage - und kann sich auf über 300 Tage ausdehnen, wenn ein Land Einwände erhebt. Nationale Zulassungen brauchen 180-240 Tage. Die neuen Regeln ab 2025 sollen diese Zeiten reduzieren, aber nicht radikal.

Warum sind Generika in der EU so viel günstiger als in den USA?

In der EU gibt es eine starke Preisregulierung durch die öffentlichen Krankenkassen. Nach der Zulassung verhandeln die Länder über den Endpreis - und drücken ihn oft stark runter. In den USA können Hersteller die Preise selbst festlegen, bis der Markt reagiert. Außerdem ist die Zulassung in den USA oft schneller, aber die Preise bleiben hoch, weil es weniger Wettbewerb gibt. In der EU zahlt der Staat - und er will günstig kaufen.

Können Generika aus Indien in der EU vertrieben werden?

Ja - und sie tun es erfolgreich. 2024 stammten 38 % aller neuen Generika-Zulassungen in der EU aus indischen Unternehmen. Sie sind gut darin, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, Kosten zu minimieren und große Mengen zu liefern. Allerdings müssen sie denselben Qualitätsstandards folgen wie europäische Hersteller - und ihre Produktionsstätten werden von der EMA geprüft. Kein Land akzeptiert billige Produkte - nur billige Herstellung.

Was ist Bioäquivalenz und warum ist sie wichtig?

Bioäquivalenz bedeutet, dass ein Generikum im Körper genauso aufgenommen wird wie das Originalmedikament. Die Messwerte für die maximale Konzentration (Cmax) und die Gesamtbelastung (AUC) müssen zwischen 80 % und 125 % des Originals liegen. Das ist der Standard der EMA. Wenn das nicht stimmt, kann das Medikament nicht zugelassen werden - egal wie billig es ist. Es geht nicht um den Wirkstoff - es geht um die Wirkung im Körper.

Warum ist das zentralisierte Verfahren so teuer?

Weil es komplex ist: Die EMA verlangt detaillierte Dokumentation, umfassende Studien, mehrere Prüfphasen und eine hohe technische Qualität. Die Antragsgebühr beträgt 425.000 Euro, aber die echten Kosten liegen bei 1,2 bis 1,8 Millionen Euro - für Berater, Studien, Übersetzungen und Compliance. Es lohnt sich nur, wenn das Medikament voraussichtlich mehr als 250 Millionen Euro Umsatz in der EU erzielt. Für kleine Produkte ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Wie beeinflusst das EU-Pharmapaket die Verfügbarkeit von Generika in kleinen Ländern?

Es ist ein Dilemma. Die neuen Regeln sollen die Verfügbarkeit verbessern - aber die Verpflichtung zur Lieferung wird von jedem Land unterschiedlich interpretiert. In kleinen Ländern wie Estland oder Slowenien könnte ein Hersteller sagen: „Wir liefern nicht, weil die Nachfrage zu gering ist.“ Und die Behörde könnte das akzeptieren. So entstehen neue Lücken. Die Reform hilft den großen Märkten - aber nicht unbedingt den kleinen.

15 Kommentare

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    Mats Schoumakers

    Januar 18, 2026 AT 07:55

    Endlich mal jemand, der die Wahrheit sagt: Die EU ist ein bürokratisches Monster, das Generika mit 27 verschiedenen Regeln stranguliert. Deutschland will mehr Studien, Frankreich will spezielle Kinderdokumente, Italien prüft Impuritäten wie ein Geheimdienst. Und dann wundern sich die Leute, warum Medikamente Monate später hier sind als in den USA? Das ist kein System, das ist Sabotage an der Gesundheit der Bürger. Wer hier noch von Harmonisierung spricht, lügt sich in die Tasche.

    Die neuen Regeln ändern nichts. Sie machen die Kosten nur noch höher für kleine Firmen. Die indischen Riesen gewinnen, weil sie die Bürokratie wie ein Spiel beherrschen. Wir in Europa? Wir zahlen mehr und warten länger. Und die Politiker feiern das als Reform. Lachhaft.

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    Runa Bhaumik

    Januar 19, 2026 AT 18:12

    Ich finde es beeindruckend, wie komplex dieses System ist – und gleichzeitig, wie wenig die Öffentlichkeit darüber weiß. Als jemand, der in Norwegen lebt, aber mit europäischen Gesundheitssystemen arbeitet, sehe ich: Es geht nicht nur um Zulassungsverfahren, sondern um grundlegende Werte. Gerechtigkeit, Transparenz, Zugang. Die neuen Regeln sind ein Anfang, aber sie müssen mit echter Zusammenarbeit zwischen den Ländern verbunden werden. Keine Nationalismen, keine Schutzmechanismen. Nur gemeinsame Standards – und das mit Herz.

    Ich hoffe, dass mehr Patientenvertreter in diese Diskussion eingeladen werden. Nicht nur Pharma-Konzerne und Behörden. Wir alle zahlen dafür –也应该 haben wir eine Stimme.

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    Tom André Vibeto

    Januar 20, 2026 AT 06:12

    Die EU-Generika-Landschaft ist wie ein Schachspiel, bei dem jeder Spieler eigene Regeln hat – und die meisten nicht mal wissen, dass sie spielen. Die EMA ist der Schiedsrichter, der sich weigert, die Regeln zu schreiben, während die nationalen Behörden mit Bleistiften auf dem Tisch herumkrabbeln und behaupten, sie würden den König schützen.

    Das zentralisierte Verfahren? Ein Palast für die Reichen. Das MRP? Ein Wettlauf mit Hindernissen, bei dem alle nur auf das nächste Hindernis starren. Und das DCP? Ein Trauerspiel in 27 Akten. Die neuen Regeln sind kein Licht am Ende des Tunnels – sie sind nur ein besseres Licht, das den Tunnel noch länger erscheinen lässt. Die wahre Lösung? Ein europäischer Gesundheitsmarkt. Ohne Grenzen. Ohne Bürokratie. Nur Patienten und Wissenschaft. Aber wer will das schon? Die Macht hat Angst vor Transparenz.

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    Linn Leona K

    Januar 20, 2026 AT 16:18

    Ich hab mal ein Generikum für meinen Vater besorgt – hat 11 Monate gedauert, obwohl es in Deutschland zugelassen war. In Norwegen hat man es dann erst nach 5 Monaten bekommen, weil die Krankenkasse ‘nicht sicher war’. 😔

    Warum muss das immer so kompliziert sein? Ich will nur, dass meine Familie Medikamente bekommt, ohne ein Politik-PhD machen zu müssen. Einfach nur… helfen. 🤍

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    Håvard Paulsen

    Januar 21, 2026 AT 16:16

    Die neuen Regeln sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Wenn du 6 Monate früher mit Preisverhandlungen anfangen darfst, dann ist das gut – aber nur, wenn die Behörden auch antworten. In der Praxis? Die meisten sagen ‘wir prüfen noch’ und schicken dich in die Warteschleife.

    Die EMA hat einen FAQ-Bereich – aber 58 % der Firmen sagen, die nationalen Behörden antworten anders. Das ist kein Fehler. Das ist System. Und das System ist kaputt. Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle – nicht 27. Einfach eine. Mit klaren Regeln. Und ohne Wartezeiten.

    Ich bin kein Pharma-Experte. Aber ich bin ein Mensch. Und ich will Medikamente. Nicht Bürokratie.

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    Tanja Brenden

    Januar 22, 2026 AT 18:01

    OMG. Das ist so wichtig. 🙌

    Ich hab letztes Jahr einen Freund verloren, weil ein Generikum nicht rechtzeitig verfügbar war – nicht wegen der Chemie, sondern weil ein Beamter in Italien einen Fehler in einem Dokument gefunden hat. 14 Tage Verzögerung. 14 Tage. Und er ist weg. 🥺

    Die EU-Pharmareform muss jetzt WIRKLICH funktionieren. Nicht nur für die großen Konzerne. Für uns. Für alle. Wir brauchen mehr Transparenz, mehr Tempo, mehr Menschlichkeit. Nicht mehr Regeln – mehr Herz. ❤️

    Wenn ihr das lest: Unterschreibt die Petition für eine europäische Generika-Taskforce. Jetzt. Nicht morgen. HEUTE.

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    Torbjørn Kallstad

    Januar 23, 2026 AT 00:57

    Die ganze ‘Harmonisierung’ ist ein Fake. 🤡

    Die EU will die Kontrolle behalten – und die Pharmakonzerne wollen noch mehr Geld. Die ‘neuen Regeln’? Nur eine Umverteilung der Macht. Die kleinen Firmen sterben, die indischen Riesen werden reicher, und die Patienten? Die zahlen immer noch mehr, warten länger und bekommen weniger Auswahl, weil die großen Konzerne die Regeln schreiben.

    Und jetzt kommt noch ‘Transferable Exclusivity Vouchers’? Mit 490 Mio. Umsatz-Schwelle? Das ist keine Reform. Das ist ein Kartell. Wer glaubt, das ist ‘für die Patienten’, der hat die Realität noch nie gesehen.

    Die EMA ist kein Hüter der Gesundheit – sie ist der Anwalt der Big Pharma. 🤖

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    Daniel Cash Kristiansen

    Januar 24, 2026 AT 16:01

    Die EMA hat eine verpflichtende Lieferung eingeführt – aber wer definiert ‘ausreichend’? Jedes Land macht das selbst. Das ist ein katastrophaler Fehler. Es führt zu künstlichen Engpässen. Es ist ein systematischer Bruch der Prinzipien des Binnenmarktes. Und das, obwohl die EU doch gerade ‘einheitliche Standards’ propagiert.

    Das ist nicht Reform. Das ist institutionelle Inkompetenz. Und es ist unverantwortlich. Jeder, der hier ‘Fortschritt’ sieht, versteht die Grundlagen der Gesundheitsökonomie nicht. Die Politik hat die Kontrolle verloren – und die Pharmaindustrie hat sie übernommen. Und wir? Wir sind die Opfer. Und wir zahlen. Mit unserem Geld. Mit unserer Gesundheit. Mit unserem Leben.

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    linn Bjorvatn

    Januar 25, 2026 AT 05:45

    Die EMA hat zwar klare Bioäquivalenzstandards, aber die nationalen Behörden interpretieren sie unterschiedlich – besonders bei Impuritäten. Das ist kein Zufall. Das ist strategische Fragmentierung. Und sie nutzen das, um lokale Industrien zu schützen. Das ist Protektionismus unter dem Deckmantel der Qualitätssicherung.

    Die neuen ePI-Anforderungen sind eine technische Notwendigkeit – aber die Kosten von bis zu 250.000 Euro pro Unternehmen sind eine Barriere für kleine und mittlere Unternehmen. Die Reform begünstigt die Großen – und das ist kein Fehler, sondern ein Feature. Der Markt wird weiter konsolidiert. Und die Patienten? Sie zahlen die Rechnung.

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    Filip overas

    Januar 25, 2026 AT 22:02

    Wer hat das EU-Pharmapaket wirklich verabschiedet? Nicht die Abgeordneten. Nicht die Bürger. Sondern die Lobbyisten von Pfizer, Novartis und Roche. Die 2,2 Millionen Euro für das zentralisierte Verfahren? Die sind nicht für die EMA. Die sind für die Berater, die die Gesetze geschrieben haben. Die ‘Bolar-Regelung’? Ein Trick, um die Preise früher zu drücken – aber nur, damit die Konzerne ihre Margen schützen können.

    Die ‘kritischen Medikamente’-Lagerbestände? Ein Vorwand, um kleine Hersteller auszuschalten. Die EU will keine Konkurrenz. Sie will Kontrolle. Und die Patienten? Sie sind nur Zahlen in einer Excel-Tabelle. Und wenn sie sterben? Na und. Es gibt immer noch mehr.

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    Tora Jane

    Januar 27, 2026 AT 05:04

    Ich hab das gelesen und einfach nur traurig geworden. Mein Bruder braucht ein bestimmtes Generikum, und es gibt es hier nicht. Nicht weil es nicht funktioniert – sondern weil keiner es liefern will. Warum? Weil es zu wenig Gewinn macht. Das ist nicht Gesundheit. Das ist Kapitalismus. Und es ist kalt.

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    Jorid Kristensen

    Januar 27, 2026 AT 22:55

    Indische Firmen haben 38 % der Zulassungen? Na klar. Die machen das billig. Aber Qualität? Fraglich. Und jetzt will man das als ‘Erfolg’ verkaufen? Nein. Das ist eine Gefahr. Die EU sollte nicht die billigsten, sondern die sichersten Generika haben. Und wenn die deutschen Firmen das nicht mehr schaffen, dann ist das ihre Schuld. Nicht die der Politik.

    Die Reform ist zu spät. Und zu schwach. Und sie wird die Patienten nicht retten. Sie wird nur die Konzerne stärken.

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    Ivar Leon Menger

    Januar 28, 2026 AT 15:05

    Die ePI-Pflicht kostet 250k? Das ist lächerlich. Wer hat das ausgekocht? Ein IT-Berater mit einem Kaffeebecher in der Hand? Die EU hat keine Ahnung von Industrie. Sie denkt, man kann alles mit Dokumenten und XML lösen. Aber die Wirklichkeit? Die ist in den Fabriken. In den Labors. In den Köpfen der Ingenieure. Nicht in den Servern.

    Und die ‘Bioäquivalenz’? 80-125%? Das ist ein riesiger Spielraum. Ein Generikum kann 25% schwächer sein – und trotzdem zugelassen werden. Das ist kein Medikament. Das ist ein Glücksspiel. Und wir zahlen dafür.

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    Nina Kolbjørnsen

    Januar 28, 2026 AT 18:32

    Ich find’s toll, dass die EU endlich was tut. Ja, es ist kompliziert. Ja, es ist teuer. Aber es ist ein Anfang. Die Bolar-Regelung ist ein riesiger Schritt – und die ePI wird langfristig alles schneller machen. Wir müssen jetzt investieren – in Technik, in Zusammenarbeit, in Vertrauen.

    Die kleinen Firmen brauchen Unterstützung – nicht Abschaffung. Wir können das schaffen. Gemeinsam. Ich glaube daran.

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    Thea Nilsson

    Januar 29, 2026 AT 16:50

    Die neue Datenexklusivität von 8+1 Jahren? Das ist ein Witz. Originalhersteller haben immer noch 9 Jahre Schutz – und das, obwohl die Forschungskosten heute viel niedriger sind als vor 20 Jahren. Die EU schützt nicht die Innovation. Sie schützt den Profit. Und das ist traurig.

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